Berechnung des induzierten Widerstandes von Tragfliigeln

7.41 Allgemeines

Der gesamte Widerstand eines Tragfliigels endlicher Spannweite setzt sich aus dem Profilwiderstand und dem induzierten Widerstand zusammen:

W= Wp+ Wi. (7.156)

Der Profilwiderstand Wp entsteht durch den EinfluB der Reibung. Er ist nahezu unabhangig vom Seitenverhaltnis des Fliigels. Ein Ver – fahren fiir die theoretische Ermittlung des Profilwiderstandes wurde in Кар. 4.83 angegeben. Experimentell kann der Profilwiderstand durch Nachlaufmessungen (Impulsverlustmessungen) hinter dem Tragfliigel er – mittelt werden, wie in Кар. 2.626 gezeigt wurde.

Der induzierte Widerstand W{ ist nur beim Tragfliigel endlicher Spannweite vorhanden. Er entsteht durch die Stromungsvorgange an den seithchen Fliigelenden und laBt sich aus den Gesetzen der reibungs – losen Stromung ermitteln. In Кар. 7.14 wurde gezeigt, daB der indu­zierte Widerstand dem Quadrat des Auftriebes proportional ist.

Fiir den Beiwert des Widerstandes gilt bei elliptischer Auftriebs – verteilung nach Gl. (7.26):

cw = cWp + cWi = cWp + (7.157)

wobei A nach Gl. (5.4) das Seitenverhaltnis des Fliigels ist.

Fur die rechnerische Ermittlung des induzierten Widerstandes hat man zwei Verfahren, die sich in der physikalischen Betrachtungsweise unterscheiden. Bei dem ersten Verfahren ermittelt man den induzierten Widerstand aus den am Fliigel selbst angreifenden Druckkraften. Bei dem zweiten Verfahren wird der induzierte Widerstand aus einer Energie – betrachtung gewonnen.

Die letztere Betrachtung vermag nur den induzierten Widerstand des ganzen Fliigels zu ermitteln, wahrend die erstere Methode auch die ortliche Verteilung des induzierten Widerstandes langs Spannweite liefert.

Im folgenden soil die Ermittlung des induzierten Widerstandes erlautert werden.

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